RÜCKBLICK: Forum Wissenschaft und Schule - Vortrag zum Thema "Transmutation" am 3. März 2026
Volle Reihen in der Aula der Eichendorffschule zeigten, wie groß das Interesse an aktueller Wissenschaft sein kann. Im Rahmen des Forums „Wissenschaft und Schule“ sprach Dr. Klaus Kümpel vom Institut für angewandte Physik der Goethe-Universität Frankfurt über ein Thema, das nichts weniger als die Zukunft unseres Atommülls betrifft. Mit dabei waren nicht nur viele Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, sondern auch zahlreiche Lehrkräfte sowie interessierte Gäste aus Kelkheim.
Unter dem Titel „Transmutation – von großen Maschinen, die mit kleinen Teilchen noch größere Probleme lösen könnten“ nahm Dr. Kümpel sein Publikum mit in die Welt der modernen Kernphysik. Anschaulich erklärte er, warum die Endlagerung radioaktiver Abfälle so schwierig ist – und wie das Prinzip der Transmutation helfen könnte, langlebigen Atommüll in deutlich weniger problematische Stoffe umzuwandeln.
Ein besonderes Highlight war der Einblick in das europäische Forschungsprojekt MYRRHA in Belgien: ein einzigartiger, beschleunigergetriebener Forschungsreaktor, an dessen Entwicklung auch Frankfurter Wissenschaftler beteiligt sind. Ziel dieses Großprojekts ist es, neue Wege zu finden, die Gefährlichkeit radioaktiver Abfälle deutlich zu reduzieren.
Das Publikum zeigte sich aufmerksam und neugierig, besonders die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Physik und Chemie stellten viele durchdachte Fragen. Das Feedback fiel entsprechend sehr positiv aus – und auch der Referent betonte, wie interessiert und motiviert er die Zuhörerinnen und Zuhörer erlebt habe.
Toll, dass es wieder gelungen ist, einen Naturwissenschaftler zu einem hochaktuellen Thema an die Eichendorffschule zu holen.
