Kooperationsvertrag

Kooperationsvertrag AFS - Jan 2017

 

Kooperation mit der Anne-Frank-Schule

In unserem Hauptschulzweig gehen wir mit Unterstützung der Anne-Frank-Schule (AFS) neue Wege.

Die benachbarte AFS ist Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und sogenanntes BFZ: Beratungs- und Förderzentrum. D. h., die AFS hat eigene Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrerinnen und Lehrer sind gleichzeitig ein Team für ambulante Prävention und Förderung, um in Grund- und weiterführenden Schulen des Main-Taunus-Kreises Kinder und Jugendliche, deren Familien und Lehrkräfte zu beraten und gezielt zu unterstützen. Ziel dieser Arbeit ist, die Haltekraft der Regelschule zu stärken, indem die Unterstützung zu den Schülerinnen und Schülern kommt - nicht umgekehrt! Das BFZ betreut auch Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung in inklusiver Beschulung.

Seit dem Schuljahr 2011/12 hat die AFS mit Claudia Reimann eine engagierte, kooperationswillige Schulleiterin, die mit uns neue Wege geht.

In der bildungspolitischen Entwicklung hin zur Inklusion geht es im Kern darum, dass Kindern mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung der Besuch einer Regelschule ermöglicht werden muss, u. U. auch der des Gymnasiums; das verlangt die UN-Behindertenrechtskonvention bereits seit vielen Jahren. In Hessen — wie in Deutschland insgesamt — erweist sich die Umsetzung von Inklusion aber als schwierig, u.a. da der Ressourcen-Vorbehalt im Hessischen Schulgesetz personelle Grenzen festzurrt und sich viele Schulen nicht gut unterstützt und vorbereitet fühlen - Kritiker behaupten, dass es der Politik an klarem Willen fehle, u.a. da nötige Ressourcen nicht zur Verfügung gestellt würden.

Inklusion ist aber auch - und vor allem - eine Frage von Einstellungen und Haltung ... in Schulen, in Kommunen, in der Gesellschaft.
Gemeinsam mit der Anne-Frank-Schule sind wir der Meinung, dass solcherlei Widrigkeiten bei der Umsetzung von Inklusion die Verantwortlichen in Schulen nicht davon abhalten müssen, konstruktive Modelle zu entwickeln und integrierende Projekte anzubieten, da die betroffenen Kinder jetzt ein Recht auf Unterstützung haben. Deshalb haben wir — mit Zustimmung des staatlichen Schulamtes sowie des Main-Taunus-Kreises — mit der AFS konkrete Kooperationen vereinbart: